HTC Vive

HTC Vive im Einsatz. Das Kabel, das Headset und Rechner verbindet, ist in dieser Aufnahme nicht zu sehen.

HTC Vive im Einsatz. Das Kabel, das Headset und Rechner verbindet, ist in dieser Aufnahme nicht zu sehen.

Historie

Die HTC Vive war das zweite High-End-System im Virtual Reality Bereich, das auf den Markt kam. Anfang April 2016 am das System für Konsumenten auf den Markt und setzte neue Standards – die Oculus Rift hatte damals weder die Möglichkeit den Nutzer im Raum zu verfolgen, noch die Hände zu benutzen. Dementsprechend nutzen viel unserer Wettbewerber, die früher als Next Reality in diesen Markt eingestiegen sind, primär die HTC Vive, da sie auch hinsichtlich Genauigkeit bisher wohl unübertroffen ist. Durch eine enge Kollaboration mit Valve, dem Betreiber der extrem verbreiteten Spieleplattform Steam, war es HTC sehr schnell möglich, sehr viele Softwaretitel zu veröffentlichen.

Warum HTC Vive?

Die HTC Vive ist nach wie vor ein solides System, das viele Möglichkeiten bietet. Es gilt als DAS High-End System im Bereich Virtual Reality. Wir sehen das ein bißchen differenzierter. Hier die Vorteile des Systems:

  • sehr hohe Tracking-Genauigkeit für Headset & Controller
  • große Tracking-Fläche mit bis zu 5×5 Meter
  • keine blinden Flecken im Tracking System (das ist z.B. ein Problem bei Playstation VR oder Oculus Rift mit nur 2 Sensoren)

Warum nicht die HTC Vive?

Es gibt ein paar Nachteile an der HTC Vive:

  • die sogenannten Lighthouses, die den Bereich aufspannen, in dem man getrackt wird, müssen entweder an der Wand oder auf Stativen befestigt werden.
    Dies ist einerseits zusätzlicher Installationsaufwand, andererseits eine mögliche Fehlerquelle im System. Werden die Lighthouses z.B. auf Stativen installiert, können diese z.B. durch daranstoßende Menschen verschoben werden. Dies wiederum würde dann eine neue Kalibrierung des Systems erfordern.
  • hoher Verkabelungs- und Stromversorgungsaufwand (1 x Rechner, 2 x Lighhouses, 1 x Adapterbox)
  • die Fläche von 5 x 5 Meter ist in Kombination mit der Kabelgebundenheit eine Herausforderung: während man sich bei kleineren Flächen eher nicht “einwickelt”, passiert das bei der HTC Vive durchaus, wenn das Kabel nicht über die Decke geführt wird. Dies wiederum führt allerdings oft zu Zugkräften aufgrund der Befestigung. Beides bricht sehr schnell die Immersion, die Glaubhaftigkeit der virtuellen Umgebung.

Der Markt

Mit Stand im Frühjahr 2018 hat sich der Markt der High-End-VR-Systeme deutlich verschoben. War die HTC Vive ursprünglich sehr stark vertreten, wurde sie inzwischen von der PSVR überholt und von der Oculus Rift eingeholt. Zahlen zur Verbreitung der Windows MR Headsets sind uns leider im Moment nicht bekannt.